
Rückblick auf das Konzert „Sturm und Klang“
am 16.12.2025 in der Liederhalle Stuttgart
Vergangenen Dezember stand das Premierenkonzert in unserer neugegründeten Konzertreihe „Sturm und Klang" an. Die Konzertreihe „Sturm und Klang“, Anlehnung an die kulturelle Jugendbewegung des Sturm und Drang, steht im Rahmen des Förderungsprogramms des SDOs, das eine der Grundideen unseres musikalischen Selbstverständnisses markiert:
Jungen Musikern aus Baden-Württemberg sollen durch Konzerte mit dem SDO die Möglichkeit des Konzertierens auf einem außergewöhnlich hohen Niveau geschaffen werden. Dabei stärkt das Auftreten mit Orchester, die Bühnenerfahrung im großen Saal und die künstlerische Arbeit im Vorfeld des Konzertes die Entwicklung zur Künstlerpersönlichkeit und setzt wichtige Meilensteine auf dem Weg zum musikalischen Renommee.
Im Jahr 2025 stand das Projekt „Sturm und Klang“ im Zeichen der Kooperation mit UNCIEF Stuttgart. Im Rahmen eines Benefizkonzertes sollte das Konzert neben den jungen Künstlern auch der Arbeit von UNICEF Stuttgart zugutekommen. Die Idee der Förderung von Kindern und Jugendlichen vereinten das Süddeutsche Sinfonieorchester dabei mit ihrem Partner und voller Vorfreude widmete man sich gemeinsam der Organisation und Bewerbung im Vorfeld des Ereignisses. Für das Jahreskonzert 2025 wurden im Vorfeld 5 außerordentlich begabte Musikerinnen und Musiker ausgewählt, die ihr Können an fünf unterschiedlichen Instrumenten unter Beweis stellen durften. Unter der Leitung von Patrick Giesel, Hauptinitiator des Projekts in seiner Heimat, war also alles bereit für einen großen Abend der Klassik.
Mit dem Konzert für Viola und Orchester in D-Dur von Franz Anton Hoffmeister sorgte Anna Katharina Ringger für einen schwungvollen Konzertauftakt. Sie vereinte Virtuosität und Klang mit großem Geschick und hoher Souveränität, die das Publikum mit langen Ovationen bedachte.
Als nächster Solist präsentierte sich Simon Gollong am Fagott mit dem Konzert für Fagott und Orchester von Carl M. von Weber. Er beeindruckte den Saal mit ausgereiftem Differenzieren und anspruchsvollen Läufe, die seine Darbietung am Fagott zum wahren Hörgenuss machten.
Den Abschluss vor der Pause machte dann der Klarinettist Daito Kobayashi. Mit dem Klarinettenkonzert in f-Moll von Carl M. von Weber brachte Daito das Publikum einmal mehr ins Staunen, schließlich handelte es sich um eines der größten Werke in der klassischen Literatur für Klarinette, das im bravurösen Spiel des Klarinettisten die angebrachte Würdigung erfuhr.
Nach einer kurzen Verschnaufpause für Musiker und Publikum durfte sich ein weiteres aufstrebendes Talent am Klavier dem Saal vorstellen: der gerade einmal 13-jährige William Marius Kaden brachte gemeinsam mit dem SDO eines der größten Klavierkonzerte des weltberühmten Komponisten Wolfgang Amadeus Mozart aufs Parkett. Mit großer Fingerfertigkeit und ausgereifter Interpretation des Klavierkonzerts in Es-Dur KV 482 verschaffte William unseren Zuhörern einen tollen Einblick in Mozarts Musikwelt.


Doch damit nicht genug: als krönendes Ende unseres Benefizkonzertes konzertierte Elisabeth Gühring an der Violine gemeinsam mit den nicht müde werdenden Musikern des SDOs das berühmte Violinkonzert op. 64 von Felix Mendelssohn. Auch Elisabeth konnte mit großer Virtuosität und zauberhaften Klängen das Publikum vollends für sich gewinnen, die die Aufführung nach dem atemberaubenden Finale des 3. Satzes mit frenetischem Applaus würdigten.
Damit verabschiedete sich das SDO im nicht enden wollenden Applaus beim erneuten gemeinsamen Auftritt aller Solisten und Dirigent von seinem Publikum aus einem Jahr 2025 voller musikalischer Erlebnisse. Doch der Abschied währt nicht lang, schon bald wird das SDO mit neuem Programm und mitreißendem Musizieren in die Stuttgarter Liederhalle zurückkehren.
Unser Dank gebührt allen Förderern des Konzertes, UNICEF Stuttgart für die gelungene Zusammenarbeit und nicht zuletzt den wunderbaren Musikern, ohne die ein solches Konzert nicht möglich gewesen wäre!
Jonathan Wagner, Januar 2026
Daito Kobayashi
Foto: Konstantin Arutyunyan


Foto: Konstantin Arutyunyan

